Wie alles begann

Die Geschichte des Spielmannszuges der Heiterkeit

Im April 1949 tauchte bei einer feuchtfröhlichen Feier anlässlich des Geburtstages der Frau Peters bei Mitgliedern des Karnevalvereins ,,Heiterkeit" erstmals der Gedanke auf, einen Spielmannszug zu gründen.

Bei der Mitgliederversammlung des Jahres 1949 wurde die
Idee wieder aufgegriffen. - Karl Liebel sammelte Geld für den Beginn.

Zunächst bestand der Spielmannszug aus den „Alten“: Johann Braun, Philipp Braun, Hans Rück, Christian Schneider, Josef Weiser.

Später kamen die „Jungen“ dazu: Kurt Bingenheimer, Willi Föller,
Robert Herbert, Alfred Landvogt, Helmut Lauer.

Die ersten Ergebnisse in der Küche von Helmut Lauer waren nicht zufriedenstellend.

Es gelang Kurt Bingenheimer und Willi Föller mit Karl Debus aus Köppern einen Musiker anzuwerben, der den Interessierten das Beherrschen der Instrumente (Pfeife und Trommel) beibringen konnte, obwohl er selbst nicht darin vollkommen war. Geprobt wurde in der Backstube des ,,Kaffee Hett" (,,Blauer Omnibus").

Die Vereinsfrauen traten in Aktion und in den Wohnungen von Valentin Hett, Emil Strelitz, Valentin Weber und Josef Weiser wurden fleißig Uniformen geschneidert.
Die Anprobe fand dann entweder in den „Schneiderwerkstätten“ oder im Vereinslokal statt.

Sechs Wochen nach der Gründung, trat der Spielmannszug bei der Fremdensitzung des Karnevalsvereins Heiterkeit im Januar 1950 zum ersten Mal vor Publikum auf. Vorgestellt vom „Butteraugust“ (August Wehrheim) war es ein großer Erfolg.









In der ersten Stunde mit dabei waren damals:

Als Tambourmajor Karl Debus.

An den Trommeln Johann Braun, Hans Rück, Christian Schneider und Josef Weiser

An den Pfeifen Kurt Bingenheimer, Karl Birkenfeld, Philip Braun, Erwin Fischer, Willi Föller, Robert Herbert, die Gebrüder Heinz, Wilhelm, Willi Hett , Alfred Landvogt und Helmut Lauer.

Das Repertoire bestand aus „Locken“, „Das Lieben“, „Yorkscher Marsch“ und „Narrhallamarsch“.







Die Gründer des Spielmannszugs.

Johann Braun† Philip Braun†
Hans Rück† Christian Schneider†
Josef Weiser† Kurt Bingenheimer†
Helmut Lauter†

Hinten Links: Robert Herbert - Karl Birkenfeld - Wilhelm Hett – Heinrich Göbel
Vorne Links: Willi Hett – Willi Föller - Karl Debus - Erwin Fischer
Nicht da: Alfred Landvogt - Heinz Hett - Josef Erker




Schon am Fastnachtssonntag 1950 marschierten sie im Oberurseler Karnevalszug mit, verstärkt durch Heinrich Göbel an der Pauke und Willi Hett an den Becken.
Hier begeisterten sie Josef Erker aus Pfaffenwiesbach, der als neues Mitglied gewonnen wurde.







Seit dieser Zeit gehört der Spielmannszug zu den Veranstaltungen der „Heiterkeit“ dazu.

Es folgten in den nächsten Jahren zahlreiche Auftritte bei Faschingsveranstaltungen und Geburtstagen.

Nach der Faschingskampagne1972 war der Spielmannszug kurzzeitig aktionsunfähig, bis man nach Wochen einen Neuanfang wagte.
Innerhalb kurzer Zeit wurden weitere Mitglieder gewonnen und man konnte in neuen Uniformen wieder auftreten.

Seit 1974 führt der Spielmannszug jedes Jahr eine Wochenendfahrt durch. Die Fahrten führten durch die gesamte Bundesrepublik, so dass die Musik weit über Kirdorf hinaus bekannt wurde. Im Jahr 2009 wird Werne im Münsterland das Ziel sein.






Die Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen des Spielmannszugs fand vom 03. bis
05. Mai 1975 statt. Ein gut gefülltes großes Festzelt auf dem Parkplatz „Wiesenborn“ und der großartige Arbeitseinsatz aller Helfer machten das Musikfest zum vollen Erfolg. Zum Jubiläum wurde dem Spielmannszug eine Standarte überreicht







Standartenträger Ehrenspielmann Christian Seyfried



Zum 50-jährigen Jubiläum des Spielmannszugs wurde vom 19. bis 21. Mai 2000 ein großes Musik-, Garde- und Showtanzfest auf dem Festplatz am Kirdorferbrunnen veranstaltet, grandios organisiert von Klaus Stabel.
Der Freitagabend stand zunächst im Zeichen der Vereinsmitglieder. Der Schirmherr Oberbürgermeister Reinhardt Wolters ehrte Ilona Schell, Detlef Anfang, und Klaus Stabel mit der Ehrennadel der Stadt Bad Homburg für ihr ehrenamtliches Engagement. Danach zeigten die Kirdorfer Vereine ihr Können.
Der Samstagabend stand ganz im Zeichen der Garde- und Showtanzgruppen.
Am Sonntag organisierte der Festausschuss unter dem Vorsitz von Klaus Stabel ein Sternmarsch und Freundschaftsspiel mit 19 Musikzügen. Das Highlight war der Auftritt des Spielmannszuges der C.V. Heiterkeit gemeinsam mit der Harmonie Bad Homburg, Musikcorps 1960, Freiwillige Feuerwehr Bad Homburg-Kirdorf, und Club Humor.
Der Spielmannszug bedankt sich für den großartigen Arbeitseinsatz aller Helfer und Mitwirkenden und dem Festausschussvorsitzenden Klaus Stabel




50Jahre
Von Links. Detlef Anfang- Ilona Schell - Oberbürgermeister Wolters - Klaus Stabel



Neben Auftritten bei Veranstaltungen des eigenen Vereins, ist der Spielmannszug auch bei repräsentativen Anlässen musikalisch vertreten. Er spielt auf bei Hochzeiten, Geburtstagen, bei Umzügen an Fastnacht, dem Laternenfest, dem Hessentag und bei Freundschaftsspielen an Musikfesten und Kreismusikfesten.

Das Programm des Spielmannszuges umfasst neben alten Märschen auch Volksweisen und Schlager.


Spielmannszugführer bis heute:
Karl Debus, Willi Hett, Christian Schneider, Willi Lang, Walter
Haupt, Christian Seyfried, Klaus Stabel, Gunther Seiffert, Lothar Wehner,
Andreas Kurpiela.


Karl Debus (1949 - 1953)
Der Spielmannszug wuchs zu einer Stärke von 42 Mann an. Mit neuen Märschen wurde am Homburger Laternenfest teilgenommen.


Willi Hett und Christian Schneider halfen 1953 aus, wenn Karl Debus beruflich verhindert war. Aus beruflichen Gründen gab Karl Debus den Tambourstab an.


Christian Schneider ( 1953 - 1958)
führte 1953 den Stab bei der 1200-Jahrfeier in Ober-Eschbach, bei den Schützenfesten in Friedrichsdorf und Usingen, bei den Fastnachtszügen in Bad Homburg, an.
Unter seiner Leitung kamen Neue Uniformen zum Einsatz (blaue Hosen, weiße Hemden, blaue Krawatten, weiße Schiffermützen). Obwohl die Mitgliederzahl zurückging, wurde die Leistung auf eine neue Höhe gebracht, die Mitwirkung bei vielen Veranstaltungen lieferte den Beweis dafür.
Und wieder ist es Willi Hett, der 1955 – 1957 aushalf als Christian Schneider krankheitsbedingt ausfällt.
Aus gesundheitlichen Gründen gab Christian Schneider den Tambourstab ab an,


Karl Debus (1958 - 1961)
übernahm nochmals die Leitung zusammen mit Willi Lang,
Christian Schneider wurde Ehrenführer des Spielmannszuges.
Und wieder gibt es neue Uniformen. In den unter großen finanziellen Opfern beschafften Jägeruniformen spielte Karl Debus mit seinen Leuten beim Fest des l00jährigen Bestehens des Männergesangvereins, Concordia“ (1958).
Beim Wettstreit der Spielmannszüge in Flörsheim konnte er mit dem
1. Platz und dem Stabführerpreis sogar die ,,Mainzer Ranzengarde" schlagen.
1961 gab Karl Debus endgültig die Führung ab.


Willi Lang (1961 - 1964) brachte durch straffere Führung und
ausgeprägte gute Marschiertechnik des Zuges ergänzend zum guten Spiel neue Anerkennung.


Willi Hett (1964 - 1967) musste noch einmal einspringen, als Willi Lang aufgeben musste. Er tat es diesmal in voller Verantwortung mit all seinem Können. Der Spielmannszug war nun aus dem Vereinsleben in und um Kirdorf nicht mehr wegzudenken. Sein Nachfolger


Walter Haupt (1966 - 1972) musste die Folgen einer bisher
verfehlten Taktik ertragen. Man hatte vergessen, den Spielmannszug zu verjüngen.
Die Krise der Überalterung und der Rückgang der Mitgliederzahl
(zeitweise nur noch fünf Spieler) machte den Zug aktionsunfähig.


Christian Seyfried (1972 - 1985) wagte einen neuen Anfang. Er erreichte unter großem Arbeitseinsatz und vielen Opfern ein Auferstehen. 10 Jugendliche übten bald in gutem Einvernehmen mit dem Rest der ,,Alten“.
Und wieder wurde das Repertoire erweitert.
Christian Seyfried genannt „Vadder“ gelang es, eine gute Verbindung zum Spielmannszug der Feuerwehr herzustellen - oft übten beide Züge gemeinsam, was
nur neue Begeisterung erzeugen konnte.
In Klaus Stabel hatte Christian Seyfried einen eifrigen und
erfolgreichen Helfer. Wieder waren neue Uniformen zu beschaffen, wieder wurden Opfer gefordert, aber - der Spielmannszug der „Heiterkeit" stand mittlerweile mit 33 Mitgliedern da.
In seiner Amtszeit als Spielmannszugführer wurde auch das Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen des Spielmannszuges gefeiert.
Den Höhepunkt erreichte der Spielmannszug mit 70 Mitgliedern.
Nach 13 Jahren erfolgreicher Arbeit als Spielmannszugführer übertrug
Christian Seyfried, Klaus Stabel die Leitung des Spielmannszuges und ist seit diesem Zeitpunkt wieder aktiver Trommler.
Christian Seyfried ist seit 1951 aktives Mitglied im Spielmannszug und
wurde im Jahr 1998 für 60 Jahre als aktiver Musiker geehrt. Mit der Ehrung für 70 Jahre aktives Musikerleben wurde er am 08. November 2008 zum Ehrenspielmann ernannt




Ehrenspielmann



Im Jahr 1985 lenkte Andreas Gottlieb für kurze Zeit die Geschicke des Spielmannszuges.

Klaus Stabel (1985 - 1992)
trennte ein halbes Jahr später die Leitung des Spielmannszuges auf. Fortan gab es zur Leitung einen Stabführer für die musikalischen Geschicke und einen Spielmannszugführer für die organisatorischen Geschicke des Spielmannszuges.
Er behielt das Amt des Spielmannszugführers und ernannte Gunther Seiffert (1986 -1992) zum Stabführer.
Während Klaus Stabels Tätigkeit als Spielmannszugführer wurden 1990 die, noch jetzt, aktuellen Uniformen angeschafft.


Gunther Seiffert (1992 - 1999) wechselte zum Amt des
Spielmannszugführers und


Andreas Kurpiela (1992-1997) wurde zum Stabführer ernannt. Aus persönlichen Gründen zog er sich von seinem Amt zurück und


Gunther Seiffert (1997 – 1999) übernahm beide Ämter, da sich kein anderes Mitglied dazu bereit erklärte. Berufliche Gründe zwangen Gunther Seiffert kürzerzutreten und das Amt des Spielmannszugführers an


Lothar Wehner (1999-2007) abzugeben. Aus zeitlichen Gründen musste
Lothar Wehner sein Amt als Spielmannszugführer an Andreas Kurpiela (2007- dato) abgeben.


Gunther Seiffert (1997-2007) gab nach 10 Jahren sein Amt als Stabführer aus beruflichen Gründen an Franz Krack ab.


Franz Krack
(2007-2008) leitete ein Jahr lang mit großem Ehrgeiz den Spielmannszug. Von der Gleichgültigkeit der Spielleute enttäuscht, zog er die Konsequenzen und gab sein Amt an Andreas Kurpiela ab.

Andreas Kurpiela ( 2008 – dato ) leitet den Spielmannszug als Stabführer und bereits seit 2007 als Zugführer.




Spielmannszug Heiterkeit Gruppenbild 1954



Spielmannszug Heiterkeit 1969



Vorne Rechts.
Christian Seyfried – Klaus Vogt – Jochim Koschel – Winfried Hett – Erwin Fischer – Heinrich Höschler – Edi Velte – Carlo Fey – Walter Haupt.

Mitte Reihe Links.
Valentin Gottlieb – Wilhelm Hett – Sepp Hett – Wolfgang Velte – Robert Herbert – Otto Pfaff – Karl, Heinz Kaucher –

Hinten Reihe Links.
Friedel Ament – Kurt Schmidt – Willi Becker – Helmut Ament.




Spielmanszug 2007



Hinten v. Links.
Klaus Stabel, Franz Krack, Stefan Albrecht, Joachim Filbert.
Mitte v. Links,
Andreas Kurpiela, Lothar Wehner, Petra Nagel, Christian Seyfried, Josef Leidecker, Nadine Nagel, André Gering, Jan Hett,
Vorne v. Links,
Annette Seiffert, Ilona Schell, Claudia Gering, Stephan Hett, Marc Hett,